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Wenn die Berufung zum Beruf wird

 

 

Manche Menschen haben das Glück, bereits in Kinderjahren ihr Talent zu finden. Nuriya Fehr (geborene Karimbayeva) gehört zu den Künstlern, die schon in jungen Jahren ihre Begabung für die Violine entdeckt haben. Mit Ausdauer und Hingabe konnte sie seitdem ihre Kunst perfektionieren und zählt heute zu den erfolgversprechendsten Violinistinnen weltweit.

 

Begonnen hat Nuriyas Karriere im Alter von nur sechs Jahren in ihrer Heimat Kasachstan, genauer in ihrer Heimatstadt Almaty, der Metropole des Landes. An der bekannten Privatschule Aubakirova begann sie mit ihrem Studium der Violine. Nur zwei Jahre später wechselte sie an das renommierte Internat Kulyash Baiseitova über, das seit 1948 besonders talentierten Musiknachwuchs fördert.

 

Weltweite Auftritte seit Kindertagen

 

Zu diesem Zeitpunkt erntete Nuriya ihre ersten Lorbeeren bei einem öffentlichen Konzert mit dem Nationalorchester von Kasachstan. Sie beeindruckte das Publikum mit dem Violinkonzert A-Moll von Antonio Vivaldi so stark, dass sie in den folgenden Jahren zu zahlreichen Konzerten eingeladen wurde, unter anderem von drei verschiedenen Präsidenten ihres Heimatlandes Kasachstan sowie vom russischen Präsidenten.

 

Ein Meilenstein in Nuriyas Karriere war der erste Preis beim internationalen Violinwettbewerb Rovere d'Oro im Jahr 2008 in San Bartalomeo, Italien. Ein anerkanntes Sprungbrett für junge Talente. Zahlreiche Auftritte in weltberühmten Konzerthallen folgten diesem Sieg. Unter anderem spielte Nuriya in der legendären Carnegie Hall in New York, im Kennedy Center in Washington DC, in der Salle Gaveau in Paris, in UNESCO in Paris, in der Hofburg in Wien und in der großen Halle des Bolschoi-Theaters in Moskau. In den Jahren 2015 und 2016 trat sie beim Sion Festival in der Schweiz auf. Dazu kamen Auftritte im Fernsehen und im Radio, die weltweit übertragen wurden.

 

Gemeinsam mit verschiedenen Symphonieorchestern zeigte Nuriya ihr Können als Violinsolistin mit virtuosen Werken der Musikgeschichte, unter anderem dem Violinkonzert in e-Moll von F. Mendelssohn, Navarra und Zigeunerweisen von Pablo de Sarasate und Rondo Capriccioso von Camille Saint-Saëns. 

 

Erstklassiges Können dank internationaler Ausbildung

 

Diese Erfolge kommen nicht von ungefähr: Nuriya Fehr widmete ihr Leben bisher fast ausschließlich der Kunst. Neben ihrem Instrument, der Violine, findet sie in ihrer Freizeit als Ausgleich die Muse, zeitgenössische Kunst wie Fotographie, Filme und Bilder zu genießen.

 

Allerdings spielte bisher in ihrem Leben die Violine stets „die erste Geige“: Im Jahr 2009 begann Nuriya, an der Hochschule für Musik in Würzburg bei Professor Grigory Zhislin zu studieren. An der Musikhochschule in Lausanne absolvierte sie ihren Bachelor of Arts und ihren Master of Arts in Musik von 2013 bis 2017 unter der Anleitung von Professor Pavel Vernikov und seiner Assistentin Maria Solozobova. An der Zürcher Hochschule für Künste schloss Nuriya 2021 ihren zweiten Master of Arts im Hauptfach Solist ab. Dabei kam sie in den Genuss, unter Professor Ilya Gringolts zu studieren, eine anerkannte Koryphäe der Violine. 

 

Förderung durch renommierte Organisationen

 

Unterstützt haben Nuriyas Karriere zahlreiche Organisationen, die sich der Förderung von musikalischen Talenten widmen. Darüber hinaus gewann sie 2015 den ersten Preis bei dem Internationalen Violinwettbewerb Leopold Bellan in Paris und den Rahn Musikpreis in Zürich.

 

Eine kleine Liste der Organisationen, die Nuriyas Karriere bereits mit einem Stipendium gefördert haben:

 

  • 2010 Oscar-Karl-Foster-Stiftung, Deutschland

  • 2011 Yehudi-Menuhin-Stiftung Live-Music-Now, Deutschland

  • 2015 Max-D.-Jost-Stifung, Schweiz

  • 2017 Zangger-Weber-Stiftung, Schweiz

  • 2019 Marianne-und-Kurt-Dienemann-Stiftung, Schweiz

 

Historische Violinen für einen aufsteigenden Stern am Musikhimmel

 

Ihr Instrument ist für aufstrebende Musiker von entscheidender Bedeutung. Während ihres Studiums an der Musikhochschule in Lausanne hatte Nuriya die Gelegenheit, eine alte italienische Geige von Cesare Candi spielen zu dürfen. Die Lalive-Stiftung in Genf hatte ihr die 1930 in Genua gefertigte Violine zur Verfügung gestellt.

 

Nach einem Auftritt mit dem Pianisten Itamar Golan in Cremona, Italien, lieh ein privater Geigensammler Nuriya seine Geige von Enrico Marchetti. Diese Violine stammt aus dem Jahr 1885 und entstand in Turin.

 

 

Nuriyas Kunst zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Bandbreite aus. Ihre langjährige Ausbildung bei Meistern ihres Fachs hat ihre angeborenen Fähigkeiten auf der Violine potenziert. Stilistische Treffsicherheit bei der Interpretation von Werken aus den unterschiedlichsten Epochen der Musikgeschichte einschließlich der Gegenwart charakterisiert ihren virtuosen Stil. Präzise Artikulation und absolute Beherrschung der Technik bilden für Nuriya Fehr die Grundlage, Musik auf ihre ganz individuelle Weise zu interpretieren und mit einem Kaleidoskop neuer Klangfarben anzureichern.

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